Ein ultimativer Erlebnisbericht
Die Pfingstfreizeit 2011
Nachdem der liebe Jacques uns beide gebeten hat, unsere Erlebnisse auf der Pfingstfreizeit aus Anfängersicht (und aus Sicht der beiden einzigen kajakfahrenden Mädels) zu schildern, liegt nun zu unser aller Freude dieser hochkarätige Bericht vor.
An einem wunderschönen Sonntagmorgen am 12. 06. im Jahre 2011 trafen sich die munteren Teilnehmer der Pfingstfreizeit am Matthäus-Alber-Haus. Unter fachlicher Anleitung wurden Boote geladen und Gepäckstücke eingesackt.
Es folgte eine mehr oder weniger geruhsame Fahrt in die malerische Steiermark, genauer in den Nationalpark Gesäuse. Hierbei sei Dank und Lob an unsere engagierten Transit-Fahrer gerichtet.
Der Campingplatz dort erwies sich als äußerst zufriedenstellend.
Das Zeltaufbauen erfolgte ohne weitere Zwischenfälle. Auf mysteriöse Weise war jedoch eine der Stangen der Jurte verschwunden, weshalb notgedrungen auf Ersatz durch ein Paddel zurückgegriffen werden musste. Es sollte sich später herausstellen, dass die Stange in das Zelt zweier Teilnehmer eingebaut worden war ;)
Geweckt wurden wir am ersten Morgen, wie an jedem folgenden auch, mit einem temperamentvollen Zusammenschlagen zweier Kochtöpfe sowie dem darauffolgenden, melodischen „Aaaufsteheeeen!!“ – Weckruf unseres G.O’s Jacques.
Unser erster Fluss im Gesäuse war die Enns, der Hausbach unseres Campingplatzes. Ein schöner Fluss mit einigen interessanten Wellen – zumindest für uns Anfänger.
Ein weiterer Fluss in Reichweite war für uns die Salza. Dieser Fluss hat es uns vor allem wegen seinem wunderschönen, türkisfarbenen Wasser angetan. Die Salza wurde zweimal von uns befahren, die zweite Strecke zog sich durch eine landschaftlich sehr ansprechende Klamm mit abwechslungsreichen, teils äußerst ästhetisch wirkenden Gesteinsformationen.
Am Freitag dem 17.06.2011 verließen wir das Gesäuse, und mit dem Verlassen des Gesäuses schrumpfte unsere Gruppe leider ein wenig, da einige früher abreisen mussten.
Nach dem eher kleinen Campingplatz im Nationalpark wirkte der Platz bei Lofer riesig. Hier waren leider keine Grillstellen mehr vorhanden und aufgrund menschlichen Versagens durften wir uns nicht an dem Vorhandensein einer Feuerschale erfreuen. Die Abende waren daher etwas kühl, zum Glück befand sich jedoch ein Aufenthaltsraum in einer Hütte in unserer unmittelbaren Umgebung.
Der zweite Teil der Freizeit wurde paddeltechnisch hauptsächlich von der Saalach bestimmt, von welcher wir aufgrund durchregneter Nächte auch unterschiedliche Seiten zu Gesicht bekamen. Außerdem befuhren wir einen Bach mit einem uns im Moment leider unbekannten Namen, welcher uns mit seinem unerschöpflichen Reichtum an Steinen regelrecht in den Wahnsinn trieb.
Die Fortgeschrittenen in unserer Gruppe tobten sich des Öfteren noch auf dem Strubbach (oder wie man ihn auch schreiben mag) aus und erzählten den ehrfürchtigen Anfängern am Abend von ihren Erlebnissen mit Killerwalzen und epischen Schwierigkeitsgraden.
Am vorletzten Abend fand wie üblich die traditionelle Pancake-Party statt. Die Ergebnisse der darauffolgenden umstürzlerischen Ereignisse wurden unter anderem von anderen Campingplatzbewohnern mit hohem Interesse begutachtet, als die gesamte Gruppe mit Klamotten in den Fluss stieg um sich ein wenig zu säubern.
Am vorletzten Tag verließ uns ein weiterer Teil der Paddelleute sodass nur noch die Transit-Besatzung ihr Dasein auf dem Campingplatz fristete.
Am Mittwoch dem 22.06.2011 machten auch wir uns schweren Herzens auf den Weg in die Rezivilisierung nach Reutlingen.
Noch nachträglich ein riesengroßes Dankeschön an den Großen Organisator (G.O.) Jacques und an seine unermüdlichen Helfer, welche dazu beigetragen haben uns diese wundervolle Freizeit zu bescheren. Wir hatten sehr viel Spaß und werden sicher nicht das letzte Mal dabei gewesen sein!
Noemi Vohrer und Charlotte Horn