Hohbuch Jungschar in Aktion
Gutes Wetter lädt ein zum Spielen in der freien Natur. Und wenn es dazu noch windstill ist, dann kann man Badminton oder Federball spielen. Es wurden Mannschaft zu je zwei Spieler gewählt und dann konnte es .losgehen. Aber siehe da, da fehlt manchem doch die Übung. Man trifft schlecht oder gar nicht. So geht das eine dreiviertel Stunde. Man wird müde und bald sitzen die Jungs beim Brezelvesper.
Was danach kommt ist wieder der Wunsch aller: Dreispächelesspiel. Also wird versteckt und gesucht, verworfen und wieder befreit bis zum Ende der Gruppenstunde.
Chemie war diesmal angesagt. Einer der Jungs kam mit der Idee Kupfermünzen zu ver“golden“. Und der Chemiker kann das, wenngleich dabei etwas geschummelt wird. Denn Gold herstellen kann man nicht, es sei denn man hat Goldnugetts, oder man besitzt Verbindungen mit goldhaltigen Salzen. Was hier ver“golden“ heißt, heißt eigentlich Messingüberzüge herstellen, die dann wie Gold aussehen. Und tatsächlich man kann das mit dem bloßen Auge nur schwer unterscheiden. Also brachte Günne seine Chemieausrüstung mit und wir ver“goldeten“ sehr sauber und fettfrei gemachte Kupfermünzen. Bei einer Münze gelang das ganz hervortragend. Versilbern geht auch, wenn man Silbersalze besitzt. Da kann man dann einen wunderschönen Silberspiegel in einem neuen Glas bis zum Rand oben erzeugen. Die anderen Jungs hatten eine andere Aufgabe: nämlich heraus zu finden wo überall Chloridteilchen zu finden sind. Sie bekamen verschiedene Lösungen. Vor allem findet man diese im ordinären Kochsalz, aber auch im Leitungswasser, das ja aus Reinheitsgründen gechlort wird, oder in der Salzsäure, aus der ja unsere Magensäure besteht, aber auch im Chordix findet man diese Chloridteilchen. Nachgewiesen werden sie durch Zusatz von Silbersalzteilchen, Das ergibt dann je nach Chloridteilchen-Menge unterschiedlich starke weiße Trübungen. In einem anderen Experiment konnte man den Säurecharakter verschiedener Stoffe, wie Salzsäure , Sprudel, Salze wie Hirschhornsalz durch Rotfärbung des Indikatorfarbstoffes nachweisen und an der Rötung deren unterschiedliche Stärke erkennen. Dasselbe wurde auch mit Laugen gemacht , wie der Bretzellauge, Backpulver, Rohrreiniger .Dabei verfärbt sich der Indikator unterschiedlich strak nach blau Wenn man nun Säuren und Laugen zusammenmischt, kann unter Umständen eine neutrale Lösung herauskommen, deren Indikatorfarbe dann grün ist. Die Zeit verflog wie der Wind. Dennoch sollte noch der Benzinexplosionsmotoreffekt probiert werden. Mehrere Versuchsanläufe waren nötig bis das richtige Mischungsverhältnis gefunden war. Und so ist es dann doch 19.30 Uhr geworden. Der Wunsch nach Wiederholung wurde nicht ausgeschlagen.
Da wir nun einen prachtvollen Oktober genießen, war auch diese mal wieder Aktion im Freien vorgesehen. Boule Spielen war angesagt. Leider waren dann einige Kugeln aufgebrochen und leergelaufen, aber Lars konnte schnell das eigene Spiel nachholen. Die anderen vergnügten sich schon mit den echten Stahlkugeln. Die erste Runde auf dem Gras direkt vor dem Gemeindezentrum. Man kam schnell zu dem Entschluss auf einer Fläche unterhalb der Tartanspielfläche die weiteren Runden zu spielen. Man stellte sich in einer Reihe auf, jeder sollte ein Mal die kleine Kugel werfen. So spielten wir vier Runden. Immer war ein anderer Spieler Sieger. Manchmal wurde sogar die kleine Kugel weggeschossen oder man schoss eine andere Kugel zu seinen Gunsten von der Kugel weg. Nach ca. einer Stunde war Ende. Es blieb gerade noch ein wenig Zeit zum Spielen des Dreispächelesspiel. Und schon war die Gruppenstunde wieder um Hinweis: Gruppen macht mit bei der Eröffnung der CVJM Weldienst Orangen Aktion am 20. November im Bernhäuser Forst. Ebenso macht die Gruppe mit bei unserer 44. CVJM Brot für die Welt Aktion an den Adventssamstagen.
Günther Digel